PFLEGEN
Das aktuelle Heft.

Schwerpunktthema 3/2017:

Lebensqualität in der Langzeitpflege
Leben, Pflegen, Wohlfühlen

Welche Qualität sollte unserer Leben aufweisen, wenn wir durch Alter oder Krankheit pflege- und hilfsbedürftig geworden sind und langfristig auf die Hilfe anderer Menschen angewiesen sind? Je älter wir, also sowohl die Gesellschaft, als auch jede/r Einzelne werden, desto näher rückt diese Frage. Werden wir und unsere Bedürfnisse dann ernst genommen? Können wir trotzdem noch -in welcher Form auch immer- ein selbstbestimmtes und sinnvolles Leben führen? Können wir soziale Kontakte halten und pflegen? Das zumindest wären die zentralen Aspekte, die mir zuerst zum Thema Lebensqualität durch den Kopf schießen würden. Was aber wird generell unter diesem Thema verstanden?

Die Definition von Lebensqualität der WHO von 1997 lautet:
„Lebensqualität ist die subjektive Wahrnehmung einer Person über ihre Stellung im Leben in Relation zur Kultur und den Wertesystemen, in denen sie lebt und in Bezug auf ihre Ziele, Erwartungen, Maßstäbe und Anliegen. Es handelt sich dabei um ein breites Konzept, das in komplexer Weise beeinflusst wird durch die körperliche Gesundheit einer Person, den psychischen Zustand, die sozialen Beziehungen, die persönliche Überzeugung und ihre Stellung zu den hervorstehenden Eigenschaften der Umwelt.“ Eine sehr vielschichtige Angelegenheit also, die Lebensqualität. Jeder empfindet sie sehr individuell. Sie wird durch viele Aspekte beeinflusst. Gut zu wissen aber ist, dass die Wünsche zur Lebensqualität, also die Vorstellung dazu, was das Leben lebenswert macht, bei den betroffenen Personen erfragbar und somit beeinflussbar ist. Gute Pflege hat daher immer eine Auswirkung auf das subjektiv empfundene Gefühl der Lebensqualität. Grund genug, sich diesem komplexen und sehr zukunftsweisenden Thema zu nähern, um die Wünsche und Ziele der Bedürftigen möglichst gut in Übereinstimmung mit der Realität zu bringen.

Folgende AutorInnen packen das Thema mit ihren Beiträgen an:

Volkmar Schreier, Annette Scherer, Sarah Benkißer gehen der Frage nach: Kann man eigentlich in einem Pflegeheim zurfrieden alt werden?

Prof. Dr. Margret Flieder betrachtet Lebenszeit, Lebensqualität und Hilfebedarf und erkennt Ambivalenzen der Wahrnehmung von (Warte-)zeit der an der Pflege Beteiligten

Thomas Hax-Schoppenhorst beschreibt: Wer Einsamkeit und Hoffnungslosigkeit erkennt, könnte Lebensqualität verbessern

Prof. Dr. Sabine Hahn erläutert, dass gezieltes Bedürfniswissen gute Lebens- und Pflegequalität in der Langzeitpflege fördert und damit Qualität verbessert

Was würde geschehen, wenn Gespräche mit den richtigen Fragestellungen, bewusstes Hinsehen und die Beschäftigung mit der Lebensgeschichte innerhalb einer pflegerischen Beziehung stattfinden würde? Diesen Überlegungen geht Maria Redlberger nach

Lucia Baumgärtner-Griffiths fragt in ihrem Beitrag: Was bedeutet Lebensqualität für pflegebedürftige Menschen und führen die neuen Konzepte der Altenpflege und des Pflegeheimbaus - im Sinne von Wohnqualität - auch zu mehr Lebensqualität?

Almut Benfer-Breisacher sieht in der Resilienz eine Unterstützung im Pflegealltag und somit für eine bessere Lebensqualität von Pflegenden und Patienten

Weitere Beiträge in den anderen Rubriken informieren und ergänzen das Gelesene. Bei der Beschäftigung mit dem Thema und den unterschiedlichen Sichtweisen wünsche ich Ihnen wie immer viel Freude,

Ihre Katharina Jost


 

 

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