PFLEGEN
Das aktuelle Heft.

Schwerpunktthema 4/2016:

Die Technik macht‘s?
Einsatz neuer Hilfsmittel und Technik in der Pflege

Seien wir mal ehrlich: Für die Meisten von uns ist Technik eher ein rotes Tuch. Gewohnt sind wir zwar den Umgang mit Medizintechnik in der ein oder anderen Anwendung, wie z. B. den Infusiomaten, Perfusoren, Beatmungsgeräten, Absauggeräten oder Blutzuckermessgeräten, aber in der Pflege direkt und im eigentlichen pflegerischen Alltag sind uns technische Hilfen eher wenig geläufig. Und so fristen gerade Lifter oder die wie auch immer gearteten Patientenheber ein kärgliches Leben in diversen Pflegearbeitsräumen oder Abstellkammern. Zu umständlich, zu langwierig, so das Urteil vieler Kolleginnen und Kollegen. Doch in den letzten Jahren hat sich sehr viel auf dem Gebiet der pflege- und altersnahen Technik getan: Mittlerweile gibt es, nicht zuletzt durch die Ambient Assisted Living Bewegung (AAL, auf Deutsch altersgerechte Assistenzsysteme für ein selbstbestimmtes Leben) viele Sturz- und Notfallerkennungssysteme, Ortungs- bzw. Orientierungs- oder Navigationssysteme gerade im Zusammenhang mit dementen Menschen, Trinkmengenerkennungssysteme, technische Strategien zur Dekubitusvermeidung, Systeme zur emotionalen Assistenz in der Pflege, hochtechnisierte Pflegebetten und Transferlösungen, Entertainmentsysteme für Patienten usw.
Schon allein vor dem Hintergrund, dass in Zukunft immer mehr Menschen von zu wenig Pflegenden versorgt werden müssen, muss die Überlegung geführt werden, wie wir uns technischer Unterstützungsmöglichkeiten sinnvoll und benutzerfreundlich bedienen. Denn letztlich schreiben sich alle Hersteller und Entwickler auf die Fahne, die Lebensqualität der Nutzer zu erhöhen und möglichst einfach anwendbar zu sein. Grund genug also, sich einmal diesem Thema zuzuwenden und zu schauen, was sich hier bereits getan hat und in naher Zukunft noch alles entwickeln könnte. Und dies letztlich nicht nur, um technisch auf dem neusten Stand zu sein, sondern auch, um sich ausreichend Gedanken machen zu können, wo und wie Technik hilfreich und entlastend sein kann, wo sie aber evtl. auch zu einer Entmenschlichung oder auch Deprofessionalisierung führen kann. Ein durchaus spannungsgeladenes Thema also, bei dem es sowohl um den Nutzen für den Menschen als auch den ökonomische Nutzen für die Gesellschaft sowie um ethische, juristische und pflegewissenschaftliche Fragen geht.

„Werden wir bald von Robotern versorgt?“ ist daher eine folgerichtige Frage, die sich Matthias

Wallenfels in seinem Beitrag stellt und die Entwicklungen – nicht nur in Deutschland – schildert.

Wie die Entwicklung von einzelnen Pflegetechnologien zu technologischen Gesamtkonzepten für die Pflege aussehen können, beschreiben Maxie Lutze und Angelika Frederking.

Das Projekt QuartrBack, beschrieben von Ferdinand Schäffler, zeigt, wie Technik im Alter und im Rahmen einer Demenz im Quartier funktioniert.

Dr. Birgit Graf zeigt dann den aktuellen Forschungsstand bei der Servicerobotik zur Unterstützung in der ambulanten und stationären Pflege.

Robert Burg stellt in seinem Beitrag „Assistive Technologien in der Praxis“ eine in Zusammenarbeit mit Bethel entwickelte intelligente Brille vor, die Hilfsbedürftigen bei Alltagsverrichtungen helfen soll.

Ergonomisches Arbeiten zu erlernen, ist für Pflegende langfristig entscheidend, um dann den Beruf lange gesund ausüben zu können. ERTRAG, ein virtueller Ergonomietrainer in der Pflegeausbildung, entwickelt von einem Forschungskonsortium, soll hier Hilfestellung bieten.

Dr. Matthias Heuberger beschäftigt sich damit, wo und wie altersgerechte Assistenzsysteme als Handlungsfeld professioneller Pflege relevant sind.

Wie der Technikeinsatz in der Pflege aussieht und ob sich hier heraus eine schöne neue Arbeitswelt entwickelt, beschäftigt Dr. Volker Hielscher.

Und letztlich kommt Prof. Dr. Astrid Elsbernd zu dem Schluss, dass wir einfache Lösungen für den Technikeinsatz in der Pflege brauchen, wenn diese Anwendung in der alltäglichen Praxis finden sollen.

 

 

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